VerkehrsCamper finden ein Zuhause auf Zeit: die Pufferküsser-WG

PufferküsserAls meine liebe Kollegin Coco vom VRR mich fragte, ob ich einen Gastbeitrag für den Blog zum VerkehrsCamp schreiben würde, sagte ich spontan „Ja“. Das Thema war schnell gefunden: Wo übernachten eigentlich die VerkehrsCamper? Müssen sie Mitte März etwa zelten oder was hat es mit dem Campen auf sich?

ÖPNVler – eine ganz besondere Spezies

Mitarbeiter/innen in Verkehrsunternehmen und Verkehrsverbünden sind besondere Menschen – und zwar besonders  freundliche und kommunikative. Das habe ich in den fünf Jahren, seit ich in der Marketingabteilung der Kölner Verkehrs-Betriebe arbeite, schnell gemerkt. Nicht nur die internen Kollegen, nein auch die Kollegen aus den anderen Unternehmen sind unheimlich hilfsbereit, wenn man anruft oder mailt. Obwohl man sich persönlich noch nie getroffen hat, hilft jeder jedem – sei es mit einer interessanten Studie, den Erfahrungen mit der neuen Leitstellensoftware oder den Pros und Kontras des gerade gestarteten Neubürgerprojektes.

Vor gut drei Jahren starteten die ersten Verkehrsunternehmen ihre Gehversuche im Social Web. Parallel dazu bildete sich auf Facebook die „Web 2.0+ ÖPNV“ Gruppe, in der sich die Social Media Verantwortlichen über aktuelle Themen austauschen, Fragen stellen, Ideen vorstellen und auf neue Trends hinweisen. Es fehlte nur noch die Möglichkeit, die Leute hinter den Profilfotos der Facebook-Gruppe endlich einmal persönlich kennenzulernen. Da hilft nun die VDV-Akademie: im März gibt es das erste offizielle BarCamp nur für Mitarbeiter/innen in Verkehrsunternehmen und -verbünden: das VerkehrsCamp.

Themen und Teilnehmer des VerkehrsCamps

Was ein BarCamp eigentlich ist und warum der VDV dies jetzt für die Verkehrsbranche organisiert, kann man gut in den anderen Blogbeiträgen nachlesen.

Die Session-Themen werden erst vor Ort festgelegt und die ersten Ideen klingen schon einmal vielversprechend:

  • Art und Weise der Kommunikation im Kundendialog (Sprache, Ironie, Humor, usw.)
  • Content / Storytelling: Themenfindung und -aufbereitung für die verschiedenen Kanäle
  • Erfolgsmessung: Kennzahlen und Statistiktools, Themen-Auswertung, usw.
  • Community Management Software
  • Nutzungsmöglichkeiten von Location Based Services  bzw. der GPS-Daten der Kunden für  neue Tools oder Apps
  • Künftige Entwicklungen, die die ÖPNV-Branche beeinflussen werden

Bislang haben sich bereits mehr als 60 Kollegen aus fast 40 Verkehrsunternehmen und -verbünden angemeldet. Gespannt bin ich auf die Erfahrungsberichte der Kollegen, die schon länger in den Social Media Kanälen vertreten sind wie z.B. der Hochbahn, der Verkehrsbetriebe Zürich, der VGF, der EVAG, der LVB und der AVG. Aber auch Newbies wie die Kollegen von der Bogestra und der üstra oder wir von der KVB haben sicherlich einige interessante Beiträge im Gepäck.

Einige Namen vermisse ich leider noch auf der Teilnehmerliste, so z.B. die Kollegen der SSB sowie ganz besonders die Kollegen aus Wien, deren Kanäle (Facebook, TwitterYouTube, Google+, Blog immer wieder inspirierende Anregungen bieten.

 Hotel ist out – WG ist in!

Die VDV-Akademie hat mit dem Unperfekthaus in Essen die optimale Location für das Verkehrscamp gefunden. Und ich wusste, dass es dort auch eine große WG gibt, die man mieten kann. Eine bessere Unterkunft ist meiner Meinung nach kaum möglich: abends sitzt man gemütlich zusammen und klönt bis in die späte Nacht und morgens braucht man nur die Treppe herunter zu gehen, um zur „Arbeit“ zu kommen.
Aber eine WG braucht natürlich auch Bewohner.

Das ÖPNVler eine ganz eigene Spezies sind, hatte ich ja schon erwähnt. Sonst wäre ich auch nie auf die Idee gekommen, in unserer ÖPNV-Facebook-Gruppe einfach mal zu fragen, ob jemand Lust hätte, in der Unperfekthaus-WG zu übernachten.

Innerhalb von fünf Tagen war die WG ausgebucht. Julia und Sandra von der Bogestra, Dirk vom VVO, Kathrin vom VVS, Katja vom GVH, Markus vom AVV, Katja von den Stadtwerken Osnabrück, sowie Timo von der NordWestBahn und ich (KVB) werden in die WG ziehen.  Persönlich begegnet bin ich übrigens erst vier von ihnen.

Die Pufferküsser-WG

KühlschrankWas erwartet uns dort? Sechs Doppel- und zwei Einzelzimmer, ein großer Gemeinschaftstisch in der eigenen WG-Küche sowie als Highlight ein Saunabereich. Die Fotos auf der WG-Website sind viel versprechend: „Lebensmittel inklusive“ verspricht dieser Kühlschrank und frischen Kaffee diese tolle KaffeemaschineKaffeemaschine.

Wir werden abends nach vielen interessanten Sessions in unserer WG sitzen und die Kollegen, die im Hotel übernachten „müssen“, werden sicherlich noch auf ein Glas Wein bei uns vorbei kommen.

Nach einer zu kurzen Nacht werden wir dann morgens verschlafen zum Buffet stolpern, drei Tassen Kaffee zum Wachwerden trinken und einen zweiten Tag mit vielen interessanten Diskussionen und Vorträgen verbringen. Auch dieser Tag wird viel zu schnell vorüber gehen, der Kopf wird abends erfüllt sein von den vielen Eindrücken, die man an diesen zwei Tagen gesammelt hat und im Zug nach Hause wird man an die vielen netten Kollegen denken, die man endlich einmal persönlich kennengelernt hat.

Fahrt Ihr mit ähnlichen Erwartungen zum VerkehrsCamp?

 

Autorin: Anke Eismann-Erpenbeck, verantwortlich für Strategisches Marketing und Social Media bei der Kölner Verkehrs-Betriebe AG

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