Kategorie-Archiv: Allgemein

Sessionvorschlag #4: Anregungen mit Hilfe Sozialer Medien managen

Katja Striefler arbeitet für die Region Hannover, die Teil des Verbundes, aber auch für die Planung und Finanzierung des Nahverkehrs verantwortlich ist. Ihre Themen sind Fahrgastsicherheit und Pünktlichkeitsgarantie, die Formate reichen von Verkehrserhebung bis Fahrgastbeteiligung.

Sessionvorschlag #4: Anregungen mit Hilfe Sozialer Medien managen

Für kaputte Straßen gibt es sowas schon lange (Fixmystreet.com, Märker, Defekt entdeckt); so hat zum Beispiel der Berliner Senat kürzlich Mängelmeldungen zum Radverkehr einfangen lassen. Es scheint bereits diverse technische Lösungen zu geben, da ich in letzter Zeit immer mehr Anwendungen sehe. Vorstellen könnte ich mir einiges: Wünsche zum Fahrplan, kaputte Aufzüge, gefährliche Kreuzungen, „Spielregeln“ für den Umgang der Fahrgäste miteinander…
Dazu würde ich gern unsere Überlegungen vorstellen und darüber einen Austausch beginnen.

Was kann ich mir als Teilnehmer/in darunter vorstellen?
Social Media bietet die Möglichkeit, dass aufmerksame Nutzer/innen und qualitätsorientierte Verantwortliche zum Nutzen beider Seiten zusammen arbeiten: Wer einen Mangel entdeckt, kann Kritik oder Wünsche an die richtige Stelle adressieren, Verantwortliche erhalten exakt verortbare Mängelmeldungen. Wenn es gut läuft, entsteht so mit wenig Klärungsaufwand gezielt verbesserte Qualität.

Und was nicht?
Zur Abgrenzung: In Facebook-Auftritten sind solche Funktionen natürlich auch enthalten. Das meine ich aber nicht, sondern Plattformen, auf denen das jeweilige Thema (zumindest zu bestimmten Zeitpunkten) im Mittelpunkt steht.
Die technische Seite interessiert derzeit noch weniger. Eher die Frage, was solche Anwendungen unbedingt können sollten.

Dieser Beitrag wurde verfasst von Ute Blindert.

Regeln für das VerkehrsCamp

Auch wenn ein BarCamp etwas chaotisch daher kommt, verfügt es doch über feste Regeln, die viel zum Gelingen und zum besonderen „Spirit“ beitragen.

  1. Fairness, Offenheit, Interesse.
  2. „Sharing is caring!“ – Also berichte über das VerkehrsCamp, mache Bilder und teile Deine Gedanken auf Twitter, Facebook, Google+ usw.
  3. Selber machen statt vorgesetzt bekommen. Jeder Teilnehmer kann selbst Sessionvorschläge einreichen. Deinen Vorschlag schreibst Du auf eine Sessionkarte.
  4. Jede/r Teilnehmer/in stellt sich kurz mit Namen und drei Hashtags/Stichworten vor. Am besten, Ihr überlegt euch da schon mal etwas.
  5. Gemeinsam entscheiden wir, welcher Vorschlag mit in das Programm aufgenommen wird.
  6. Es gilt das (temporäre) Du.
  7. Zeitplanung einhalten. Jede Session dauert 45 Minuten, höchstens 55 Minuten, wenn ihr die Pause ausfallen lasst. Einzige Ausnahme: Die letzte Session am Dienstag startet um 17 Uhr und kann bis (höchstens) 18:30 Uhr laufen.
  8. Du musst eine Session halten, wenn du das erste Mal bei einem BarCamp bist. Naja, zwingen kann Dich keiner, also trau Dich einfach, wenn Du eine Idee hast.

Diese ursprünglichen 8 Regeln machen bereits etwas von dem „Irrsinn“ des Veranstaltungsformats deutlich. 8 ist ja eine eher ungewöhnliche Zahl für solche Regeln, normalerweise sind es entweder 7 (biblische Zahl) oder 10 („runde“ Zahl).

Die Beitrag wurde verfasst von Ute Blindert.

Wir packen fürs VerkehrsCamp!

Und freuen uns schon riesig auf die nächsten zwei Tage in Essen!

Dieser Beitrag wurde erstellt von Ute Blindert.

3 Fragen, 3 Antworten: Coco Heger-Mehnert, VRR, im Interview

Coco Heger-Mehnert arbeitet beim Verkehrsverbund Rhein Ruhr als Referentin für Marktforschung, Strategieentwicklung und Digitale Entwicklung. Sie engagiert sich im Organisationsteam für das VerkehrsCamp. Im Interview erklärt sie, wie die Idee des VerkehrsCamps entstand und was sie sich für die Ausgabe wünscht.

Frau Heger-Mehnert, wie entstand die Idee zum VerkehrsCamp?
Die Idee zum VerkehrsCamp entstand vor ungefähr zwei Jahren. Die Branche der Verkehrsunternehmen beschäftigt sich ja seit drei,  vier Jahren sehr intensiv mit dem Thema Online und Social Media-Kommunikation. Bis jetzt gab es ja immer Konferenzen im klassischen Stil, bei denen wir feststellten, dass die interessantesten Gespräche immer in den Pausen stattfanden (lacht). Im Rahmen des Social Media-Lehrgangs der VDV-Akademie entstand dann der Plan, auch mal ein BarCamp-Format zu probieren. So entstand schließlich das VerkehrsCamp.

Ist das nicht ganz schön ungewöhnlich für Ihre Branche? Wie sah denn die Resonanz aus?
Ja, Sie haben Recht, ein solches Format ist durchaus ungewöhnlich für die Unternehmen unserer Branche. Die VDV-Akademie musste sich durchaus erst einmal mit dem Format anfreunden und auch die Unternehmen mussten sich erst einmal mit dieser Art von Konferenz beschäftigen. Das VerkehrsCamp wurde dann aber sehr gut angenommen, und wir haben bereits an die 70 Anmeldungen. Das ist eine sehr gute Quote für unsere Branche!

Was wünschen Sie sich für das VerkehrsCamp am 11./12.3.2014 in Essen?
Ich wünsche mir einen intensiven Erfahrungsaustausch. Dabei stelle ich mir auch vor, dass gerade das unterschiedliche Niveau in den Unternehmen, den Austausch sehr spannend macht. Es gibt ja sehr viele Themen aus den Bereichen Social Media-Kommunikation und Online-Marketing, die wir diskutieren können. Und wenn ich mir so anschaue, was wir bereits an Vorschlägen sammeln konnten und auch, was bereits untereinander diskutiert wird, verspricht das VerkehrsCamp, sehr bunt und vielfältig zu werden.

Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von Ute Blindert.

Das VerkehrsCamp in Bildern erklärt

„Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte“, heißt es im Sprichwort. Umso schöner, dass das Tutorial zum Ablauf eines BarCamps sogar aus zwölf Bildern besteht. Natürlich haben wir noch keine Bilder vom VerkehrsCamp zur Verfügung, das kommt ja erst noch, aber Christoph Athanas und Yannis Tsalikis (FIP e.V.) haben uns freundlicherweise ihr Tutorial vom HR BarCamp zur Veröffentlichung freigegeben:

Die Präsentation kann hier heruntergeladen werden.

Wie bereits hier und hier erklärt, lebt das VerkehrsCamp davon, dass sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer einbringen und selbst Sessionvorschläge einreichen. Einige Vorschläge konnten wir bereits sammeln und werde diese in den nächsten Tagen hier auf dem Blog vorstellen. Schön wäre es, wenn dies weiter getragen wird, gern auch kommentiert oder ergänzt.

Bereits an die 70 Anmeldungen für das Verkehrscamp!

HaltestelleDie Begeisterung für ein Treffen der Online- und Social Media- Verantwortlichen aus Verkehrsunternehmen und Verbünden für das neue Veranstaltungsformat „Barcamp“ scheint groß zu sein.

Bereits an die 70 Anmeldungen für das Verkehrscamp sind eingegangen und schon jetzt werden in der Facebookgruppe Web2.0+ÖPNV diverse Sessionideen diskutiert.
Diese reichen z.B. über die Themen Webmonitoring, Servicedialog, Contentgestaltung, Krisenmanagement bis hin zu Erfolgsmessung. Es werden konkrete Fragestellungen mitgebracht, Impulsvorträge gehalten und Einblicke in Arbeitsweisen wie Tools gegeben werden.

Der Charme ist auch, dass man sich entschlossen hat im geschützten Raum zu diskutieren. Weder Berater noch Sponsoren sind zugelassen. Der Preis für die Veranstaltung ist damit im Verhältnis zu anderen Barcamps hoch, aber der offene Austausch rein unter Branchenspezialisten war es den Teilnehmern offenbar wert.
Um  nicht nur im eigenen Saft zu schmoren, besuchen viele der Branchenvertreter zahlreiche andere Barcamps. Einige wird man sicher auf einer der hier aufgelisteten Veranstaltungen treffen.

VerkehrsCamper finden ein Zuhause auf Zeit: die Pufferküsser-WG

PufferküsserAls meine liebe Kollegin Coco vom VRR mich fragte, ob ich einen Gastbeitrag für den Blog zum VerkehrsCamp schreiben würde, sagte ich spontan „Ja“. Das Thema war schnell gefunden: Wo übernachten eigentlich die VerkehrsCamper? Müssen sie Mitte März etwa zelten oder was hat es mit dem Campen auf sich?

ÖPNVler – eine ganz besondere Spezies

Mitarbeiter/innen in Verkehrsunternehmen und Verkehrsverbünden sind besondere Menschen – und zwar besonders  freundliche und kommunikative. Das habe ich in den fünf Jahren, seit ich in der Marketingabteilung der Kölner Verkehrs-Betriebe arbeite, schnell gemerkt. Nicht nur die internen Kollegen, nein auch die Kollegen aus den anderen Unternehmen sind unheimlich hilfsbereit, wenn man anruft oder mailt. Obwohl man sich persönlich noch nie getroffen hat, hilft jeder jedem – sei es mit einer interessanten Studie, den Erfahrungen mit der neuen Leitstellensoftware oder den Pros und Kontras des gerade gestarteten Neubürgerprojektes.

Vor gut drei Jahren starteten die ersten Verkehrsunternehmen ihre Gehversuche im Social Web. Parallel dazu bildete sich auf Facebook die „Web 2.0+ ÖPNV“ Gruppe, in der sich die Social Media Verantwortlichen über aktuelle Themen austauschen, Fragen stellen, Ideen vorstellen und auf neue Trends hinweisen. Es fehlte nur noch die Möglichkeit, die Leute hinter den Profilfotos der Facebook-Gruppe endlich einmal persönlich kennenzulernen. Da hilft nun die VDV-Akademie: im März gibt es das erste offizielle BarCamp nur für Mitarbeiter/innen in Verkehrsunternehmen und -verbünden: das VerkehrsCamp.

Themen und Teilnehmer des VerkehrsCamps

Was ein BarCamp eigentlich ist und warum der VDV dies jetzt für die Verkehrsbranche organisiert, kann man gut in den anderen Blogbeiträgen nachlesen.

Die Session-Themen werden erst vor Ort festgelegt und die ersten Ideen klingen schon einmal vielversprechend:

  • Art und Weise der Kommunikation im Kundendialog (Sprache, Ironie, Humor, usw.)
  • Content / Storytelling: Themenfindung und -aufbereitung für die verschiedenen Kanäle
  • Erfolgsmessung: Kennzahlen und Statistiktools, Themen-Auswertung, usw.
  • Community Management Software
  • Nutzungsmöglichkeiten von Location Based Services  bzw. der GPS-Daten der Kunden für  neue Tools oder Apps
  • Künftige Entwicklungen, die die ÖPNV-Branche beeinflussen werden

Bislang haben sich bereits mehr als 60 Kollegen aus fast 40 Verkehrsunternehmen und -verbünden angemeldet. Gespannt bin ich auf die Erfahrungsberichte der Kollegen, die schon länger in den Social Media Kanälen vertreten sind wie z.B. der Hochbahn, der Verkehrsbetriebe Zürich, der VGF, der EVAG, der LVB und der AVG. Aber auch Newbies wie die Kollegen von der Bogestra und der üstra oder wir von der KVB haben sicherlich einige interessante Beiträge im Gepäck.

Einige Namen vermisse ich leider noch auf der Teilnehmerliste, so z.B. die Kollegen der SSB sowie ganz besonders die Kollegen aus Wien, deren Kanäle (Facebook, TwitterYouTube, Google+, Blog immer wieder inspirierende Anregungen bieten.

 Hotel ist out – WG ist in!

Die VDV-Akademie hat mit dem Unperfekthaus in Essen die optimale Location für das Verkehrscamp gefunden. Und ich wusste, dass es dort auch eine große WG gibt, die man mieten kann. Eine bessere Unterkunft ist meiner Meinung nach kaum möglich: abends sitzt man gemütlich zusammen und klönt bis in die späte Nacht und morgens braucht man nur die Treppe herunter zu gehen, um zur „Arbeit“ zu kommen.
Aber eine WG braucht natürlich auch Bewohner.

Das ÖPNVler eine ganz eigene Spezies sind, hatte ich ja schon erwähnt. Sonst wäre ich auch nie auf die Idee gekommen, in unserer ÖPNV-Facebook-Gruppe einfach mal zu fragen, ob jemand Lust hätte, in der Unperfekthaus-WG zu übernachten.

Innerhalb von fünf Tagen war die WG ausgebucht. Julia und Sandra von der Bogestra, Dirk vom VVO, Kathrin vom VVS, Katja vom GVH, Markus vom AVV, Katja von den Stadtwerken Osnabrück, sowie Timo von der NordWestBahn und ich (KVB) werden in die WG ziehen.  Persönlich begegnet bin ich übrigens erst vier von ihnen.

Die Pufferküsser-WG

KühlschrankWas erwartet uns dort? Sechs Doppel- und zwei Einzelzimmer, ein großer Gemeinschaftstisch in der eigenen WG-Küche sowie als Highlight ein Saunabereich. Die Fotos auf der WG-Website sind viel versprechend: „Lebensmittel inklusive“ verspricht dieser Kühlschrank und frischen Kaffee diese tolle KaffeemaschineKaffeemaschine.

Wir werden abends nach vielen interessanten Sessions in unserer WG sitzen und die Kollegen, die im Hotel übernachten „müssen“, werden sicherlich noch auf ein Glas Wein bei uns vorbei kommen.

Nach einer zu kurzen Nacht werden wir dann morgens verschlafen zum Buffet stolpern, drei Tassen Kaffee zum Wachwerden trinken und einen zweiten Tag mit vielen interessanten Diskussionen und Vorträgen verbringen. Auch dieser Tag wird viel zu schnell vorüber gehen, der Kopf wird abends erfüllt sein von den vielen Eindrücken, die man an diesen zwei Tagen gesammelt hat und im Zug nach Hause wird man an die vielen netten Kollegen denken, die man endlich einmal persönlich kennengelernt hat.

Fahrt Ihr mit ähnlichen Erwartungen zum VerkehrsCamp?

 

Autorin: Anke Eismann-Erpenbeck, verantwortlich für Strategisches Marketing und Social Media bei der Kölner Verkehrs-Betriebe AG

An wen richtet sich das VerkehrsCamp?

Wie bei jeder Konferenz stellt sich auch beim VerkehrsCamp die Frage an welchen Teilnehmerkreis aus den Verkehrsunternehmen sich die Unkonferenz eigentlich richtet. Richten sich die Themen und Sessions eher an leitende Angestellte oder geht es eher um die Kollegen, die mit dem Bereich Online-Kommunikation tagtäglich zu tun haben bzw. deren Alltag er darstellt?

Diskussionen beim VerkehrsCampEiner der Ausgangspunkte für das VerkehrsCamp ist die wachsende Bedeutung der Online-Kommunikation für alle Arbeitsbereiche und -ebenen in den Verkehrsunternehmen. Dabei fällt der konkrete Anteil am Arbeitsalltag immer noch sehr unterschiedlich aus, was sich natürlich auch in unterschiedlich umfangreichen Erfahrungen im Bereich digitaler Kommunikation ausdrückt. Ein offenes, von allen Teilnehmern mitgestaltetes Programm hat daher den Vorteil, dass hier unterschiedliche Vorerfahrungen aufgefangen und ausgeglichen werden können.

So kann auch das Verständnis für andere, „fremde“ Arbeitsbereiche verbessert werden. Durch die gemeinsame Programmplanung vor Ort können so zudem offene Fragen besser identifiziert werden, um zusätzlichen Forschungs- und Beratungsbedarf zu identifizieren oder auch Fragestellungen für die Strategientwicklung herauszuarbeiten. Dabei ist eine Einsteiger-Session zum Thema Twitter ebenso denkbar wie ein „Profi“-Austausch unter Kundenbetreuern und Community Managern, die ihre langjährigen Erfahrungen einbringen können.

Alles in allem kann man also feststellen: Ja, eine Teilnahme ist eigentlich für beide Personengruppen empfehlenswert, denn das VerkehrsCamp bringt das bei anderen BarCamps vielfach erprobte Potential mit, wertvollen Input für die jeweiligen spezifischen Herausforderungen zu liefern. Und ein Austausch zwischen beiden Gruppen kann ganz sicher auch nicht schaden.

Gute Gründe für ein Barcamp für die Verkehrsbranche

LissabonSeit etwa 3 Jahren stellen sich mehr und mehr Verkehrsunternehmen und Verbünde darauf ein ihre Kommunikation um Social Media Kanäle zu erweitern und ihre Onlinekommunikation den neuen Entwicklungen im Netz anzupassen. Bei einer so krisenanfälligen und budgetär so knapp ausgestatteten Massendienstleistung wahrlich keine einfache Aufgabe. Viele Kollegen und Kolleginnen haben sich in entsprechenden Lehrgängen weitergebildet oder haben Konferenzen und Tagungen zur Thematik besucht. Nicht immer aber sind die Regularien, die für sogenannte „Love-Brands“ gelten, auch auf die Verkehrsbranche übertragbar. Aus diesem Grund ist der direkte Austausch sehr gewinnbringend.
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