Was ist ein Barcamp?

VideoCamp: In den Sessions (3/3)Das BarCamp-Format entstand 2005 in Kalifornien als Gegenbewegung zu Veranstaltungen, die nur für geladene Gäste und mit feststehendem Programm angelegt waren. Das Format kam schnell auch nach Deutschland, wo seitdem etwa 60-80 BarCamps / Themen-BarCamps pro Jahr stattfinden.

Das gerne auch als „Un-Konferenz“ bezeichnete BarCamp-Format unterscheidet sich vor allem in zwei Punkten vom klassischen Konferenzbereich:

  1. Das Programm wird von und mit den Teilnehmern jeweils gemeinsam morgens geplant – und eben nicht Wochen oder Monate vorher.
  2. Bei BarCamps mit bis zu 300 Teilnehmern gibt es eine Vorstellungsrunde, bei der sich jeder kurz mit Namen und drei Schlagworten vorstellt.

Weiterhin gilt das zentrale Verständnis, dass ein BarCamp keine Zuschauer, sondern nur Teilnehmer habe. Entsprechend sind alle Teilnehmer angehalten, sich stark einzubringen, beispielsweise durch die aktive Beteiligung bei Sessions, das Halten von Vorträgen und das Vorschlagen von thematischen Inhalten.

Insgesamt geht es hier sehr stark um die Kommunikation auf Augenhöhe – bei vielen BarCamps (und so auch beim VerkehrsCamp) gilt daher das (temporäre) Du.

Mini-Guide für BarCamps

VerkehrsCamp_SessionBeide VerkehrsCamp-Tage beginnen mit der Sessionplanung (Ablaufplan), d. h. jeder, der eine Session anbieten möchte, stellt diese kurz im Plenum vor. Eine Session dauert 45 Minuten (gefolgt von 15 Minuten Pause) und kann dabei ein (kurzer) Vortrag, eine Diskussion bzw. ein Workshop zu einem bestimmten Thema oder einfach eine offene Fragestunde sein. Und es ist dabei auch möglich, eine Frage als Basis einer Session zu nutzen (z. B. „Ich hätte gerne eine Einführung in Twitter, wer mag mir helfen?“ oder „Erfahrung mit Monitoringtool XYZ, was setzt Ihr ein?“) – das sind oft sogar die spannendsten Sessions.

Danach wird abgefragt, wie viele Menschen das interessieren würde und auf dieser Basis platziert dann der Sessiongeber seine Session auf dem Sessionboard, das zeitgleich immer mehrere Räume (also auch Sessions) für eine Zeitschiene vorsieht. So entsteht nach und nach das Programm. Alle Teilnehmer können dann spontan entscheiden, wie sie ihr Programm für den Tag gestalten, d. h. zu welcher Session sie gehen wollen.

 

Themen

SessionboardAnders als bei klassischen Konferenzen wird beim VerkehrsCamp das Programm vor Ort gemeinsam von den Teilnehmern erstellt. Dabei stellt dann jeder Teilnehmer, der eine Session anbieten möchte, sein Thema oder seine Frage kurz vor dem Plenum vor. Wir werden ab Januar damit beginnen, bereits vorhandene Themen, Sessionvorschläge und Fragen zu sammeln.